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AGV-Informationsveranstaltungen

                          

„Spuren im Netz -
Digitale Welten zwischen Jugendlichen und Erwachsenen“

„Spuren im Netz“: Jugendlichen Medienkompetenz vermitteln

Zu einer etwas anderen Veranstaltung hatten der Allgemeine Arbeitgeberverband Harz e. V., die Akademie Überlingen und die Wirtschaftsjunioren Wernigerode am 28.02. diesen Jahres eingeladen. Vor einem durchaus skeptischen Publikum – kaum einer der Anwesenden  war in einem sozialen Netzwerk präsent – bot Moritz Becker, Medienpädagoge und Lehrbeauftragter der Fachhochschule Hildesheim, einen unkonventionellen und amüsant-lehrreichen Vortrag zum Thema Medienkompetenz und Erwachsenenverhalten.  

So stellt Becker anhand von „Max“ die Befindlichkeiten der Jugendlichen sehr überzeugend und immer mit einem Augenzwinkern dar, wenn er ihn z.B. sein Gitarrenkonzert im Netz hochladen lässt, welches mit „Kauf Dir besser ein Klavier“ von anderen Usern kommentiert wird. „Was mir morgens die Schülerinnen und Schüler erzählen, verrate ich abends den Erwachsenen“, so Becker, der immer wieder neue Beispiele der Verhaltensweisen im Netz beschreibt.

Das Finden einer eigenen Identität, das Verlangen nach Aufmerksamkeit und Anerkennung, Neugier und Freiheitsliebe kennzeichnen das Handeln der jungen Menschen und lassen sie neue Rollen ausprobieren. Die durch diese emotionalen Bedürfnisse geprägten Verhaltensweisen bestimmen auch das Vorgehen im virtuellen Raum. Die Jugendlichen tauchen recht unbekümmert in die Welt von YouTube und facebook ein. Durch das Einstellen von sehr privaten Bildern oder Videos finden sie Aufmerksamkeit und Anerkennung, drücken ihren jugendlichen Protest aus, so wie Generationen vor ihnen mit langen Haaren und Jeans.

Eltern, Lehrer und andere erwachsene Bezugspersonen, z.B. auch die Ausbilder, sollten deshalb die Nutzung des Internets weder verbieten, noch stark reglementieren, so Moritz Becker. Wichtiger ist es, den Jugendlichen die Bedeutung der Privatsphäre nahe zu bringen und Orientierung zu geben, so dass sie Medienkompetenz entwickeln können. Das setzt voraus, dass Erwachsene ihnen Aufmerksamkeit, Anerkennung und Vertrauen entgegenbringen. Jugendliche, die in ihren Eltern einen vertrauensvollen Ansprechpartner finden und gelernt haben, verantwortungsvoll mit dem Internet umzugehen, werden ihr Privatvideo nicht bei YouTube hochladen oder Cybermobbing betreiben.

 

 Moritz Becker und "Max" vor den Teilnehmern der Veranstaltung