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2000
 
 
 




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Jahresveranstaltung

 

Pressebericht zur Jahresveranstaltung
des AGV Harz e.V. am 17. März 2016

 

Goslarsche Zeitung - 19. März 2016

 

Unter Hochdruck richtig entscheiden

ARD-Börsenexperte Markus Gürne nahm die großen Krisen Europas unter die Lupe

Von Hendrik Roß

Goslar. Richtige Entscheidungen treffen, auch unter größtem Druck - wie funktioniert das? Markus Gürne, Leider der ARD-Börsenredaktion und ehemaliger Auslandskorrespondent, kam auf Einladung des Allgemeinen Arbeitgeberverbandes Harz in die Kaiserpfalz und berichtete den geladenen Gästen über solche Entscheidungen und Konsequenzen, die er sowohl in Kriegsgebieten wie dem Irak als auch auf dem Prankfurter Börsenparkett selbst miterlebt hat.

 

Gürne nahm die "drei großen Krisen" Europas unter die Lupe: Zunächst der Konflikt mit Russland. Wie ist er überhaupt entstanden? "Wladimir Putin spricht nicht mehr die Sprache des 21. Jahrhunderts", so der ARD-Journalist. Heute gelte die wirtschaftliche Leistung eines Landes als Ausdruck seiner Stärke und seines Einflusses. Der russische Staatschef aber setze auf seine "politische Macht", um seine Interessen durchzudrücken, wie es "im 19. Jahrhundert üblich war", analysierte Gürne.

 

Dann die Euro-Krise: "Die Zinsen sind abgeschafft", meinte der Börsenexperte. Vor allem die Deutschen könnten das nur schwer akzeptieren. Der Zins sei "in unserer Kultur verankert".  

 

In Südeuropa sehe das ganz anders aus. Gürne kritisierte, dass die Europäische Zentralbank ihre Geldpolitik "von sehr weit oben" beschließe, ohne die regionalen Unterschiede in der Eurozone zu beachten. "Der Euro passt nicht zu unserer Wirtschaft", so seine Schlussfolgerung.

 

Europa sei eben kein "Superkontinent", sondern lediglich eine Wertegemeinschaft, die von anderen Staaten zum Teil gar nicht wahrgenommen werde.

 

Das brachte Gürne zur Flüchtlingskrise: Dass eine gewaltige Menge Flüchtlinge auf Europa zuströmt, sei schon Monate vor ihrer Ankunft klar gewesen. Aber, und das gelte nach wie vor: "Europa ist nicht willens eine Entscheidung zu treffen." Der Kontinent werde, ganz im Gegenteil, immer zerstrittener. Nationale Interessen stünden plötzlich wieder über den gemeinsamen Werten. "Angela Merkel hat in der Flüchtlingsfrage eine Entscheidung getroffen", so der Journalist. Die Konsequenzen, sihe die günsten Landtagswahlen, müsse sie jetzt tragen.

 

Warum spielt Deutschland eine so zentrale Rolle bei diesen Krisensituationen? Die USA würden sich nun mehr in Richtung Paqzifik orientieren, um neue Märkte zu erschließen, was Russland die Möglichkeit gebe, seinen Einfluss in Europa zu vergrößern. Beide Länder folgen "nationalen Interessen", wie Gürne sagte. Und vor allem: "Sie sagen das auch so." In Deutschland wäre es praktisch unmöglich, solch eine Politik durchzusetzen.

Zudem sei die Bundesrepublik, bei aller wirtschaftlichen Stärke, keine politische Macht, wie man derzeit sehr gut am "zerrütteten Europa" sehen könne.

 

 

Zeichen für einen Harz
"Ein "hervorragendes Ziel" verfolge die "Ein-Harz-Initiative", sagte Torsten Janßen, Vorstandschef des Allgemeinen Arbeitgeberverbandes Harz (AGV) bei der Begrüßung zur Abendveranstaltung in der Kaiserpfalz. Vorher war Janßen bei der Mitgliederversammlung in seinem Amt bestätigt worden. Das AGV lebe seit 25 Jahren das Ein-Harz-Prinzip in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, sagte er. Bereits 1990 seien Gastmitglieder aus der DDR dem Verband beigetreten. "Der Harz muss sich als Industriestandort sichtbar machen", forderte Janßen. Als "wichtige Bausteine" dafür nannte der AGV-Chef das Chemienetzwerk Harz, Rewimet und das junge Millionen-Projekt Sekundärrohrstoffzentrum. Die B6n in Sachsen-Anhalt müsse zur Autobahn aufgewertet werden, zudem brauche der Westharz einen Autobahn-Anschluss zur A7, forderte Janßen weiter.
Auch das Thema Flüchtlinge schnitt er an. Um die Menschen möglichst schnell in Arbeit zu bringen, brauche es "unbürokratische Behörden" und "Rechtssicherheit für die Betriebe", wenn sie Flüchtlingen einen Arbeitsplatz anbieten.
Mit mehr als 400 Mitgliedern ist der AGV die größte Arbeitgebervereinigung im Harz auf freiwilliger Basis. Gut 40 Prozent der Mitglieder haben ihren Firmensitz im Harzkreis.
  
    

 

 

Impressionen

(Fotos: AGV Harz e.V.)