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Presseberichte
 

Matthias Berg
13.03.2013
 


Dr. Philipp Rösler
14.03.2012


Norbert Rethmann
23.03.2011


Dirk Roßmann
02.03.2010


Professor
Dr. Norbert Walter
17.10.2009


Dr. Henning Voscherau
10.03.2008


Dr. Markus Merk
12.03.2007


Prof. Dr. Michael Hüther
28.03.2006


Rezzo Schlauch
17.03.2005  


Dr. Guido Westerwelle
22.03.2004


Augustinus O. Praem.
Heinrich Graf Henckel
von Donnersmarck
13.03.2003


Peter Hahne
05.03.2002


Dr. Michel Friedman
2001


Dr. Bernhard Vogel
2000
 
 
 




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Jahresveranstaltung

 

Pressebericht zur Jahresveranstaltung
des AGV Harz e.V. am 23. März 2011

 

Goslarsche Zeitung - 25. März 2011

Recycling Müll zu Gold machen

Er ist einer der erfolgreichsten Unternehmer der Republik, er hat das Thema Recycling von Abfällen wie kein anderer vorangebracht. Und hat aus seinen Firmen heute einen Familienkonzern geschmiedet, der 42.000 Menschen in über 30 Ländern beschäftigt. Der erfolgreiche Unternehmer Norbert Rethmann sprach anlässlich der Jahresveranstaltung des Allgemeinen Arbeitgeberverbandes Harz in der Goslarer Kaiserpfalz.

Weg von der Wegwerfgesellschaft

Unternehmer Norbert Rethmann über die internationale Erfolgsgeschichte seines Familienkonzerns

Von Andreas Rietschel

Weggeworfenes einfach liegen lassen, das kann er nicht. Ob Müll, ob Kunststoffe, Papier, Altöl oder Schlachtabfälle; alles wird innerhalb der Rethmann-Gruppe einer Wiederverwertung zugeführt. Und natürlich zu Geld gemacht. Der Vortrag von Norbert Rethmann, Firmengründer und Ehrenaufsichtsratsvorsitzender der weltweit tätigen Rethmann-Gruppe am Mittwochabend in der Kaiserpfalz in Goslar zeigt: Der riesige Erfolg dieses Unternehmens (zehn Milliarden Umsatz in 2010) gründet zunächst auf der Achtlosigkeit unserer Wegwerfgesellschaft.

Dann aber auf dem Ideenreichtum des heute 72-jährigen Firmengründers, der die drei Unternehmen der Rethmann-Gruppe (Remondis, Rhenus und SARIA) längst an seine Kinder übergeben hat. Er erzählt mit der angenehmen Bescheidenheit, die erfolgreiche Persönlichkeiten auszeichnet, wie alles anfing und wohin es wohl noch lange führen wird. Weil dem Mann und seinen heute 42.000 Mitarbeitern in über 30 Ländern die Ideen nicht ausgehen.

Begonnen hat er 1963 als Student in den Semesterferien, als Müllkutscher auf dem Lkw des Vaters. Den Abfall einfach von A nach B zu bringen, das kann es allein nicht sein, fand er. Er erinnert sich lächelnd: "Ich begann Fragen zu stellen, heute nennt man das Marketing".

Und ihm wurde klar, dass man mit Müll ein Riesen-Geschäft machen kann. Und nicht nur als Dienstleister für dessen Entsorgung. Schon bald reiften die Ideen der Wiederverwertung. Heute beherrscht sein Unternehmen Remondis alle Finessen der Kreislaufwirtschaft und ist nicht mehr nur Dienstleister, sondern dank ausgeklügelter Recycling-Technik auf Rohstoffproduzent und -lieferant.

Der Restmüll landet heute in Heizkraftwerden, mit denen Remondis wiederum als Energieerzeuger Geld verdient. Die zuvor getrennten Sorten des Mülls lassen sich gewinnbringend wiederverwenden. Ob Papier, Altöle, Kunststoffe oder organische Abfälle, alles findet sich im Rethmann'schen Kreislauf wieder.

Zweites Standbein und Liebling des Firmengründers ist SARIA, Unternehmenn zur Verwertung von Schlachtabfällen und Tierkadavern. Rethmann erzählt, was man alles Tierkadavern gewinnen kann: So Substanzen für Medikamente, wertvolle Eiweiße, und anderes: Alles ein hochkomplexer Biokreislauf, der viel Geld abwirft. Drittes Unternehmen ist der Logistiker Rhenus (lat. Rhein), wobei der Firmenname anzeigt, worauf man bei Rethmann setzt: auf Schiffe. Die seien wesentlich zuverlässiger und effizienter als die Bahn.


Rund 300 Unternehmer begrüßte Vorstandsvorsitzender Torsten Janßen anlässlich der Jahresversammlung des Arbeitgeberverbandes Harz in der Kaiserpfalz. Foto: Schenk

 

Die Krise liegt hinter uns
Arbeitgeber-Vorsitzender Janßen lobt Politik, Unternehmer und Beschäftigte

Die Deutschen seien weltweit die Lokomotive der Konjunktur, lobte am Mittwochabend beim Arbeitgebertreffen in der Kaiserpfalz Vorsitzender Torsten Janßen. Und dies, weil Politik, Unternehmen und Beschäftigte vorbildlichen Schulterschluss geübt und somit gemeinsam die weltweite Wirtschaftskrise bewältigt hätten.
Dabei, so Janßen gegenüber rund 300 Arbeitgebern, habe sich das Instrument der Zeitarbeit bewährt. Es haben den Betrieben erhebliche Flexibilisierungen ermöglicht und somit ebenfalls einen Beitrag geleistet, über die Krise hinwegzukommen. Dabei habe sich auch gezeigt, dass die Zeitarbeit nicht zulasten der Stammbelegschaft genutzt wurde. Vielmehr sei richtig, dass zwei Drittel der in Zeitarbeit Beschäftigten vorher keine feste Arbeit hatten.
Die Forderung nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit lehnt der Arbeitgeberverband ab. "Dies würde den Jobmotor Deutschland massiv beschädigen", so der Vorstandsvorsitzende. Gleichwohl begrüße man die Forderung nach einem Mindestlohn. Dies auch im Hinblick auf die Freizügigkeitsregelungen innerhalb der EU.