von Kira Schlegel

Identifikation mit dem Unternehmen

Einer der zentralen Aspekte der Mitarbeiter*innenbindung ist die Identifikation mit dem Unternehmen. Unternehmens-Identifikation bedeutet, dass Mitarbeitende sich als Teil des Unternehmens fühlen, ein Wir-Gefühl entsteht. Damit einher geht die sogenannte Internalisierung von Unternehmenszielen: Mitarbeiter*innen empfinden die Ziele des Unternehmens als ihre eigenen und sind somit motivierter, sie zu verfolgen.

Verschiedene Faktoren können die Unternehmensidentifikation fördern. Dazu zählt zum einen Transparenz, also eine qualitative interne Kommunikation, die jede Abteilung erreicht. Dies erhöht den Blick für das große Ganze bei den Mitarbeitenden und sorgt damit auch dafür, dass Unternehmensziele individuell nachvollziehbar sind und die Motivation steigt, sie zu erreichen. Geeignet sind dafür beispielsweise regelmäßige Betriebsversammlungen, bei denen Neuigkeiten, Entwicklungen und Ziele des Unternehmens von der Geschäftsleitung vorgestellt werden.

Darüber hinaus liegt ein wichtiger Aspekt darin, Probleme oder Kritik von Mitarbeiter*innen ernst zu nehmen und ihnen entsprechende Kommunikationsmöglichkeiten zu bieten. Dies gilt vor allem für die direkten Führungskräfte, aber auch für die Geschäftsleitung, die in ernsten Fällen eine professionelle Gesprächsmoderation zum Beispiel in Form einer Mediation anbieten kann.

Eine weitere hilfreiche Maßnahme zur Steigerung der Unternehmensidentifikation liegt im betrieblichen Vorschlagswesen. Wenn Ideen der Mitarbeiter*innen respektvoll angehört, bei Eignung umgesetzt und vielleicht sogar in Form von Boni entlohnt werden, erhöht das die Motivation der Mitarbeitenden, die über das Selbstverständliche hinaus geht.

Generell kann eine Erfolgsbeteiligung, zum Beispiel in Form von Boni, die Motivation und die Identifikation mit dem Unternehmen bei der Belegschaft steigern. Unternehmensziele können dadurch individuell relevanter werden, indem sie den Mitarbeitenden bei Erreichung auch einen eigenen Nutzen bringen. Darüber hinaus wird dadurch die Wertschätzung des Personals gesteigert, und dies führt zu einer hohen Arbeitgeberattraktivität.

Eine letzte mögliche Maßnahme für die Steigerung der Unternehmensidentifikation ist das Angebot von Förderprogrammen, wie zum Beispiel Fort- und Weiterbildungen, Coachings, etc. Diese investieren direkt in die Weiterentwicklung der Mitarbeiter*innen und wirken sich damit positiv auf die Wahrnehmung des Arbeitgebers.

Welche Maßnahmen für Ihr Unternehmen realisierbar sind, muss individuell entschieden werden. Dennoch lässt sich festhalten, dass eine hohe Identifikation mit dem Unternehmen meist mit produktiver Arbeit über das Notwendige hinaus einhergeht. Mitarbeiter*innen, die sich wohlfühlen, zeigen herausragendere Leistungen als diejenigen, die ihre Arbeit als reinen „Broterwerb“ sehen und nur ihre Vorgaben abarbeiten. Daher profitieren Unternehmen langfristig davon, Ressourcen in die Förderung der Unternehmensidentifikation zu legen.

 

Inspiriert von: https://arbeitgeber.careerbuilder.de/blog/steigerung-der-identifikation-der-mitarbeiter-mit-dem-unternehmen-fuer-ein-positiveres-arbeitsklima

 

 

Bild: RAEng_Publications auf Pixabay

Zurück

Copyright 2020 Seaside Media. All Rights Reserved.
Es werden notwendige Cookies und Google Fonts geladen. Details finden Sie in unserer Datenschutzerklärung und unserem Impressum.